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E. Chr. v. Kleist's Gedichte
Entstehung
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Gleich einem Aehrenfelde, halb bedeckt Mit blanken Schilden, Koͤcher voller Tod Auf ſeinen Schultern, zog mit gleichem Schritt In weiten Kreiſen rauſchend um das Schloß. Und eine weiße Stadt von Zelten ſtieg

Schnell aus der Erd'; im Meere ſehen ſo

Bei'm Mondenſchein die lichten Wellen aus.

Mit Pfeilen und Balliſten war der Feind Nicht zu erreichen; drum faßt Ciſſides Kuͤhn den Entſchluß, ihn in der nahen Nacht Zu uͤberfallen, und den Schlaf in Tod Ihm zu verwandeln. Bald ſank ſie herab Vom Himmel, dieſe Nacht. Und Paches

nahm Zweihundert Krieger aus der dunkeln Burg, Und uͤberfiel in Eil den muͤden Feind, Den jetzt ein Schlaf von Blei belaſtete.

Wie ein gewalt'ger Sturm den Hain er⸗

greift,

Auf Eichen Eichen ſtuͤrzt, und eine Bahn

Sich durch die Wohnung der Dryaden macht:

So machte Paches Schaar ſich eine Bahn

Durch's Feindes Lager; toͤdtete zuerſt

Die feſt entſchlafne Wacht, und eilte dann,

Und traͤnkte Schwert und Spieß mit vielem Blut,