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E. Chr. v. Kleist's Gedichte
Entstehung
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33 ſchickte Gott zum Troſt fuͤr ſein zerſtoͤrtes Erdengut ritterliche Kaͤmpfe.

Gegen Ende Novembers wohnte Kleiſt, unter General von Fink, einigen raſchen und kuͤhnen Poſtirungshaͤndeln bei. Dann ging es in die Winterquartiere, und kurz vorher ſchreibt er an Gleim:Den Winter durch wollen wir nun brav exerziren, und auf's Jahr, will's Gott, die Feinde ſchlagen, daß es kracht! Anfaͤnglich war ihm die Win⸗ terruhe in Zwickau, unter den Erinnerungen des wacker durchfochtnen Feldzuges ganz be⸗

haglich. Aber ein tiefer Schmerz drang in

ſeine Seele. Ruſſiſche Pluͤndrer hatten ſei⸗ nen Mutterbruder, einen ehrwuͤrdigen Greis, Namens von Manteuffel, mit mehr als drei⸗ sig Wunden auf ſeinem Ritterſitz ermordet.

Kleiſt ſchrieb an Gleim uͤber jene Unthat:

Ein ſehr trauriger Fall fuͤr mich. Er(Manteuffel) war einer von denen, die ich von meiner ganzen Familie am mehrſten verehrt habe; er war die Redlichkeit und der Verſtand ſelber, und die Zuflucht aller Armen der gan⸗ zen Gegend. Er hatte ein ſchneeweißes Haupt, und ein ſo ehrwuͤrdiges Anſehn, daß ein Wolf ihn reſpectirt haͤtte, nur kein Ruſſe. Ich kann mich der Thraͤ⸗ nen nicht enthalten, wenn ich an ihn

Kleiſt's Ged. 3