Druckschrift 
Auswahl von Hebel's allemannischen Gedichten
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Jez ſtzt es in ſi Summer⸗Hus, und luegt die lange Stroßen us. Es ſeit:Me baut ſi halber z'tod, doch freuts ein au, wenns Hüsli ſtoht.

In freie Lüfte wogt und ſchwankts, und an der liebe Sunne hangts; ſie ſchint em frei dur d'Beinli dur, und's iſch em wohl. In Feld und Flur ſteht's Mückli tanze iung und feiß; ss denkt bi nem ſelber:Hätti eis!

O Thierli, wie heſch mi verzückt! Wie biſch ſo chlei, und doch ſo gſchickt! Wer het di au die Sache glehrt? Denkwol, der, wonis alli nährt, mit milde Handen alle git. Bis z'frieden! Er vergißt di nit.

Do chunnt e Fliege, nei wie dumm!, Sie rennt em ſchier gar's Hüsli um. Sie ſchreit und winſlet Weh und Ach! Du arme Chetzer heſch di Sach!

Heſch keini Auge bi der g'ha? Was gohn ei üſt Sachen a?

Lueg,'s Spinnli merkts enanderno, es zuckt und ſpringt und het ſie ſcho. Es denkt:J ha viel Arbet g'ha,

Hebels Gedichte. 6