Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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Laß nur die freundlichen leiſe ſich nahn, die Kinder Auroras, Daß ſie mit roſigem Tanz ſchmuͤcken das ſtille Gemach! Mal' auf die Fluͤgel des gaukelnden Schwarms kunſtvoll das Verlangen, Welches der Reizenden Blick rings in den Herzen erregt! Malet, ihr Huldgoͤttinnen, der unausſprech⸗ lichen Anmuth Zaubergewalt und den Scherz, welcher ſie ewig umbuhlt, Daß ſie ſich ſelber erblick' in des Traums irr⸗ ſamer Geſtaltung! Ach, kein ſchoͤneres Bild zeigt ihr der ſuͤße⸗ 4 ſte Traum! Laͤcheln wird ſie im Schlaf, ihr Gluͤcklichen! Fuͤlle den Koͤcher, Amor, damit! O ahmt, Grazien ahmet es nach! Regt ſie dann ſanft zum Erwachen die reizen⸗ den Glieder, ſo haucht rings Suͤße Geduͤft umher, fuͤller mit goldenem Glaaz,

Fuͤllt mit Harfengelispel das freundliche Zim⸗

mer und ſchwindet, Daß ſie im Scheiden euch noch ſehe, zum Himmel zuruͤck!