Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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Knieend ung ich vor ihr und zitterte leiſe vor Sehnſucht, Weniges flehte der Mund, Vieles der ſchmach⸗ tende Blick, Zagen beklemmte mein Herz, und die Hoffnung 3 kaͤmpfte gewaltſam Gegen die Furcht, und es hob raſch ſich die klopfende Bruſt. Aber dem Auge der Holden entfunkelte ſuͤße Gewaͤhrung: Siehe, das reizende Weib beugte ſich ſchuͤ h⸗ tern herab, 3 Schlang um den Gluͤcklichen leiſe den ketteaden Arm, und mit Laͤcheln Hob ſie, wie folgt' ich ſo gern, ſanft an die Bruſt mich empor. Nimm, du haſt es verdient, ſo ſprach ſie mit ſuͤßem Gelispel, Und ihr roſiger Mund nahte dem meinigen 1 ſich, 8 4 Gluͤhend weht' um die Lippen der Hauch, und ein brennender Kuß ſank Langſam, gleich des Accords Schwinden, in's Herz mir hinab. Ach, wie bebt' ich vor Luſt und ſchauderte, waͤhnte zu ſterben, und doch hatt' ich noch nie reiner und ſchoͤ⸗ ner gelebt. Seligers Rauſch! O moͤcht' ich doch einſt ſo ſcheiden, in ſolchem