Teil eines Werkes 
1. Theil (1831)
Entstehung
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Gern folgt er oft des Herzens weicherm Sehnen Und wandelt ſtill auf duft'ger Wieſenbahn, Mit zartem Schmuck der Liebſten Bild zu kroͤnen, Im ſuͤßen Traum das Leben zu umfahn, Mit leiſerm Klang das Schoͤne zu begruͤßen Und Luſt und Leid in Liedern zu ergießen.

So hab' ich jetzt in unbelauſchten Stunden, Wo laͤchelnd mir dein holdes Bild erſchienz Den Blumenkranz der Lieder dir gewunden, Die leuchtend ſtehn, kurz duften, bald verbluͤhn. Nicht prangt, was raſch das glüͤhende Herz

empfunden, Im ew'gen Schmuck von friſchem Immergruͤn; Aufwallend will's im Liede wiederhallen Und fluͤchtig nur, ſo lang es klingt, gefallen.

Wohl kraͤuſeln ſich die leicht bewegten Fluthen Und irrend ſchweift der Strahl im Wogentanz;z Doch wenn vom Spiel die glatten Wellen ruhten, Dann lacht im Meer der Sönne ſtiller Glanz. So zaͤhm' ich jetzt des Herzens raſche Gluthen Und blick' empor zum nie verbluͤhnden Kranz. Wohl iſt es ſchwer, dem Spiele zu entſagen, Doch herrlich auch, Unſterbliches zu wagen.

Und lauter ſoll die Harfe wieder klingen,

Durch Licht und Nacht, durch Kampf und Luſt und Leid

Will ich getroſt den ſteilen Pfad vollbringen⸗