Auf dem Huͤbichenſtein. Am 27ſten April.
Tief im Gebirg am Tannenhain Steigt aus dem Thal ein alter Stein: Er ſchaut ins Land hinaus gar fern, Ihm nahn die Menſchen nimmer gern.
Dort ſpannt ſein Netz der Epheu aus Und woͤlbt ein ſchattig gruͤnes Haus, Am Rande ſchwillt das Moos ſo weich, Tief rinnt die Quelle durch's Geſtraͤuch.
Dort ſitzt der Elf im Mondenſtrahl. Und ſingt hinab ins dunkle Thal; Wie Windeshauch, wie Glockenklang, So ſchallt ſein Lied das Thal entlang.
Wie einſam iſt es auf den Hoͤhn! Wie ſchaurig hier die Winde wehn! Dumpf rauſcht der wilde Bach herauf Und ſucht durch's Dunkel ſeinen Lauf.
* Ich ſchau hinab den Bergespfad, Ob nicht ein Menſ chenkind ſich naht; Doch alle ziehen fort in's Land
Und ſcheun ſich vor der Eiſenwand.


