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wahrſcheinlich eine vornehme Dame iſt; ich will nur Euch ſehen, Herr Chicot.. Die vornehme Dame, welche mir den ficilianiſchen Wein hundert⸗flaſchenweiſe ſchickt, wollte bei mir beichten; aber wenn Ihr es verlangt, weiſe ich ſie ab, um mit Euch zu fruͤhſtuͤcken, werther Herr Chicot, um mein Unrecht gegen Euch wieder gut zu machen.“
„Das kommt von Euerm Stolze.“
„Ich werde mich demuͤthigen, Freund.“
„Von Euerer Faulheit.“
„Von morgen an lege ich mir die Geißel auf, meine Moͤnche alle Tage in den Waffen zu uͤben.“
„Euere Moͤnche in den Waffen zu uͤben?“ fragte Chicot verwundert.„Doch nur im Gebrauche von Meſſer und Gabel?“
„Nein, im Gebrauche wirklicher Waffen und das Com⸗ mandiren greift ſehr an.“
„Und wer hat den Einfall gehabt, den Kuttenmaͤnnern Waffen in die Hände zu geben?“
„Natuͤrlich ich ſelbſt.“
„Das iſt nicht möglich.“
„Ich habe den Befehl Bruder Borromaus ertheilt.“
„Wer iſt dieſer Bruder Borromaͤus?“ 5
„Freilich, Ihr kennt ihn nicht. Er iſt der Schatzmeiſter.“
„Du haſt einen Schatzmeiſter, den ich nicht kenne?“
„Er iſt ſeit Euerm letzten Beſuche hier. Und der Herr Cardinal von Guiſe hat mir ihn empfohlen.“
„Perſoͤnlich?“
„Nein ſchriftlich, werther Herr Chicot.“
in welche gute Eigenſchaft beſitzt dieſer Schatz⸗ meiſter?“
„Er rechnet wie Pythagoras.“
„Und mit ihm habt Ihr die Waffenuͤbungen verabredet?“
„Ja, Freund.“
„Das heißt, er hat Euch vorgeſchlagen, den Moͤnchen Waffen zu geben?“


