Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Monarchiſchgeſinnten, die andere den conſtitutionellen Fortſchritt repräſentirte, nicht die Elemente des Frie⸗ dens und der Sicherheit für die alte päpſtliche Stadt waren; man begreift, ſagen wir, daß in dem Augen⸗ blicke, wo in Paris die Revolution losbrach und dieſe Revolution ſich durch die Einnahme der Baſtille manifeſtirte, die beiden Parteien, welche noch von den Religionskriegen unter Ludwig XIV. glühten, nicht unthätig gegenüber von einander blieben.

Für die, welche Avignon kennen, gab es zu jener Zeit und gibt es noch zwei Städte in der Stadt: die Stadt der Geiſtlichen, das heißt die römiſche Stadt, und die Stadt der Handeltreibenden, das heißt die franzöſiſche Stadt.

Die Stadt der Prieſter mit ihrem päpſtlichen Palaſte, ihren hundert Kirchen, ihren zahlloſen Glo⸗ cken, welche ſtets bereit ſind, die Brandrufe und das Todtengeläute des Mords ertönen zu laſſen.

Die Stadt der Handeltreibenden mit ihrer Rhone, ihren Seidenfabrikarbeitern und ihrem Tranſit, der von Nord nach Süd, von Weſt nach Oſt, von Lyon nach Marſeille, von Nimes nach Turin geht.

Die franzöſiſche Stadt war die verfluchte Stadt, eiferſüchtig darauf, einen König zu haben, neidiſch auf neue Freiheiten: ſie zitterte bei dem Gedanken, ein ſclaviſches Gebiet, ein Prieſtergebiet zu ſein, das die Geiſtlichkeit zu Herten hätte.

Die Geiſtlichkeit, nicht die Geiſtlichkeit, wie es welche zu allen Zeiten in der römiſchen Kirche gab und wie wir ſie heute kennen: fromm, tolerant, ſtreng an der Pflicht und der chriſtlichen Liebe feſchaltend,

nur in der Welt lebend, um ſie zu Wſthn und zu 2

Dumas, Jehu. l.