Cinleitung.
Die Stadt Avignon.
Ich weiß nicht, ob das Vorwort, das wir den Augen des Leſers unterbreiten wollen, ſehr nützlich iſt, und doch können wir dem Wunſche nicht wider⸗ ſtehen, wenn nicht das erſte Capitel, ſo doch die Ein⸗ leitung dieſes Buches daraus zu machen.
Je weiter wir im Leben, je weiter wir in der Kunſt vorrücken, deſto mehr überzeugen wir uns da⸗ von, daß nichts abgeriſſen und iſolirt iſt, daß die Natur und die Geſellſchaft einen folgerichtigen, nicht einen durch Zufälle beſtimmten Gang geht, und daß das Ereigniß, dieſe heitere oder düſtere, wohlriechende oder übelriechende, lächelnde oder traurige Blume, die ſich heute unter unſern Augen öffnet, ihre Knoſpe in der Vergangenheit und ihre Wurzeln vielleicht in alten Tägen hatte, wie ſie ihre Frucht in der Zukunft treiben wird.
Solange der Menſch jung iſt, nimmt er die Zeit, wie ſie kömmt: er blickt heiter auf das Geſtern zu⸗ rück, kümmert ſich wenig um das Heute und kennt


