Teil eines Werkes 
3. Theil (1826)
Entstehung
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aunſrer Nachbarſchaft aufgeführt werden ſollte.

Zwei Tage vor der Darſtellung erfuhr ich zu⸗ ffällig, daß Sie auch von der Geſellſchaft ſeien, und ich fühlte, wie unmöglich es mir ſeyn

würde, auch nur ein Wort hervorzubringen.

Ich ſchützte eine Erkältung vor; meine Rolle wurde einer Andern zugetheilt, und der Ge⸗ danke entzückte mich, daß ich Sie ſehen würde, ohne es nöthig zu haben, mich ſelbſt bemerk⸗ bar zu machen.

Ich brachte den ganzen Tag bei meiner Toilette zu; und in meiner Verzweiflung, mich nnicht exträglich machen zu koͤnnen, ſetzte ich, nals endlich die Zeit heranrückte, einen großen Hut, der die Spuren meiner häufigen Thränen verbergen konnte, auf, und eilte zu der Dame, in deren Begleitung ich dort erſcheinen ſollte.

Mit ängſtlicher Neugierde folgten meine

Blicke der allmählig ſich vergrößernden Ge⸗

ſellſchaft. Eine ſchöne, bleiche, noch junge Dame trat herein; es war Ihre Mutter. Ich ſah Sie, Guſtav! mein Herz erkannte Sie; Sie