Teil eines Werkes 
3. Theil (1826)
Entstehung
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auch nicht wieder. Gewiß hat Ihre Trauung ihr Herz gebrochen! Mag auch nun das letzte Andenken von ihr vergehn, weil es ihr Wille iſt.“““

Guſtav war auf ein Stück Gemäuer nie⸗ dergeſunken; er hielt das Packet feſt an ſein Herz gedrückt, aber er konnte nicht reden. „Nein!“ rief er endlich, ſich zuſammenraffend, „Nein! aber wie nahe war ich, zu ſpät zukom⸗ men. Unglücklicher, und Du warteſt nicht, bis ich Dich rufen ließ?“

Der Knabe ſah ihn groß an: Der Mor⸗ gen iſt längſt vorbei, und der Tag auch bald, gnädiger Herr!““ ſagte er ruhig;„ich muß mich genau an ihr Wort halten.““

„Und konnteſt Du denn wiſſen,“ rief Gu⸗ ſtav,„welche Hinderniſſe mich abgehalten? Sei indeſſen ruhig, daß es doch ſo gekommen iſt; ihr Vermächtniß gehört mir mit Recht. Das Siegel allein würde mir es ſagen. Auch in meinem Buſen ſoll es ein feuriges Grab finden!“ Er entfernte ſich ſchnell mit dem be⸗ ſtürzten Theobald, der nicht wußte, ob er ſich