Teil eines Werkes 
3. Theil (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

☛̈ 169 ☚

dieſe Entdeckung ganz ſeinen ſchnellen und ban⸗ gen Zweifel, erſuchte Emil, freundlich wie im⸗ mer, den Freund ſogleich zu rufen, und da er zu gleicher Zeit erinnert wurde, daß die Uhr ſchon Mitternacht geſchlagen, nahm er keinen Anſtand weiter, nachdem er noch einige Mi⸗ nuten gewartet, und er die auf ihm ruhenden und fragenden Blicke bemerkt hatte, den Zug beginnen zu laſſen, in der Vermuthung, daß der Freund unterweges zu ihnen ſtoßen würde.

So begaben ſich Alle nach der Capelle. Der ganze Park war erleuchtet, der Felſen aus⸗ genommen, wo das Grab der geliebten Mutter in tiefer Finſterniß da lag. Laute Freude er⸗ ſcholl von allen Seiten, die doch bald einem religiöſen Stillſchweigen wich! Die Cerimonie begann; die lebenslänglichen Bande wurden ge⸗ knüpft, während Guſtavs Blicke, ahnend, un⸗ ruhig Theobald ſuchend, auf der Verſammlung herum ſchweiften.

Noali erhob endlich die niedergeſchlagenen thränenvollen Blicke wieder, und ſtand zwiſchen