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theure Schweſter. Ihre ſanfte Heiterkeit be⸗ lebte Alles; ja ſie beſiegte mitunter ſogar das ernſte Schweigen der Baronin; kurz das holde Kind verlieh dem Schloſſe Vorville denſelben Zauber, den es früher über die Erinnerun⸗ gen verbreitet hatte.
Noali, in einer völligen Abgeſchloſſenheit erzogen, hatte gar keinen Begriff von den Be⸗ luſtigungen der Welt. Sie äußerte eines Ta⸗ ges das Verlangen, einem Balle beizuwohnen. Guſtav, deſſen Geſundheit nun endlich tagtäg⸗ lich blühender wurde, ergriff mit Eifer eine ſo günſtige Gelegenheit, ſeiner jungen Verwandten gefällig zu ſeyn. Er äußerte ſogleich ſeine Ab⸗ ficht, vor ſeiner Rückkehr nach Paris war ein Feſt
in ſeinem Schloſſe zu geben, und erſuchte die Madame de Serval, die Wirthin zu machen.
Dieſe Nachricht verbreitete eine allgemeine Freude in dem Schloſſe. Es war ſehr lange her, daß eine lebhafte Heiterkeit in dieſen Wän⸗ den wiedergehallt hatte. Seit dem Tode der Gräfin war kein Eirkel hier verſammelt wor⸗


