Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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wurde er indeſſen mit ſo vieler Liebe von ſei⸗ nem Oheim aufgenommen, daß ſein dankbares Gemüth in der Erwiederung ſolcher Empfindun⸗ gen Troſt und allmählig auch Erſatz fand. Seine weiche Seele brauchte einen Gegenſtand, an den ſie ſich hängen konnte, und er fand in der Ueberzeugung, daß er dem guten Greis nothwendig geworden war, zwar nicht das hei⸗ tre Glück ſeiner Jugend wieder, aber doch Ruhe und Befriedigung.

Theobold hatte ſich hier ſchon eine gerau⸗ me Zeit aufgehalten, als ein unerwarteter Um⸗ ſtand einen ganz eignen Zauber über ſeine neue 1 Heimath verbreitete. Nicht weit von der Pflan⸗ zung ſeines Oheims war ein Gut belegen, von . deſſen ſchöner Anlage ſehr viel geſprochen wur⸗ de. Es trug den Namendie Erinnerun⸗ gen; es hielt indeſſen ſchwer, Erlaubniß zu er⸗ halten, es zu beſehen. Der Eigenthümer galt für einen Sonderling. Er lebte ſehr zurückge⸗ zogen, und nahm keine Beſuche an; er that aber im Stillen viel Gutes, viele Unglückliche