Teil eines Werkes 
1.Theil (1826)
Entstehung
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Zehntes Capitel.

Die Rückkehr des Inni⸗Monats hatte Gu⸗ ſtavs ſtillen Kummer erneuert, und der Ein⸗ ſamkeit ſeiner Seele die Ueberſpannung wieder⸗ gegeben, welche die Welt einen Angenblick ent⸗

kräftet zu haben ſchien; nur zu oft durchlas er die Erinnerungen ſeiner Mutter, und je⸗

desmal beneidete er Lineuil das Glück, ſich ſolch

ein treues Herz eigen gemacht zu haben.

Oft auf dem Felſen hingeworfen glaubte er das herrliche Mädchen vor ſich zu ſehen, wie ſie jenen Kuß, das erſte Pfand des Glücks und das letzte der Liebe empfing. Nur zu nahe mit dieſen Bildern verwandt, führten ſie ihm die kurzen glücklichen Augenblicke in den Armen der reizenden Athenais und die Täuſchung von

ſteter Treue, die ſie damals verſchönert hatte,

vor die Augen. Die regbaren Sinne vermehr⸗

ten die Verwirrung ſeiner Gedanken, er ſprach

laut, als wolle er der ihn umringenden Na⸗ Lebewohl. I. Thl. 14