Teil eines Werkes 
1.Theil (1826)
Entstehung
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laſſen. Die Schwermuth, die ſich in dem dum⸗

pfen Raum ſeines Innern entwickelte, trieb ihn an das Grab ſeiner Mutter; den zärtlichſten Vorwürfen, den flehendſten Blicken, den lebhaf⸗ teſten Bitten zum Trotze, denen er nur ſchwei⸗ gend ein ſanftes Lächeln entgegen ſetzte, reiſte er in den erſten Tagen des Aprils nach Verville.

Ein wenig ſtolz auf ſeinen muthigen Wi⸗ derſtand, die reine wohlthuende Luft der lieben Heimath einathmend, fühlte Guſtav ſich bald ſich ſelbſt wieder gegeben. Jetzt ſah er ein,

daß er nicht für die Welt geſchaffen ſei; Liebe und Tugend waren ihm ernſte und heilige Be⸗

griffe. Dort wurde mit der erſteren getändelt, und die letztere oft lächerlich gemacht. Wie oft hatte er den Namen Freund entheiligen hören? und er, der Zögling der reinen, liebevollen Cäcilie des ſittlich ſtrengen milden Bermont hatte ſei⸗ ne Sinne von den lockenden Sirenen überli⸗ ſten laſſen können! allein ein ſcharfer Blick hin⸗ ter den Schleier, und er verſank wie Nebel;

er hatte ſich der Wolluſt, die er nicht durch die