Teil eines Werkes 
1.Theil (1826)
Entstehung
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192 G

„tröſtet mich, daß wenn ſie nicht igut und „tugendhaft geweſen, würden Sie mich nicht „vergeſſen haben; denn Sie können nur die „Tugend lieben.“

„Ach! Sie ſind Ihr ja auch weit n mehr ſchul⸗ „dig, als mir. Das Mißverhältniß eines weit „größern Vermögens, deſſen Anſprüche ſie Ih⸗ „nen aufgeopfert, abgerechnet, wird ſie Ihnen, „da ſie ihre Gattin wird, gewiß auch den Dienſt, „den ſie Ihrem Oheim geleiſtet, geſtanden ha⸗ „ben, denn ſie iſt es, die ihm heimlich die „ſechzigtauſend Franken zugeſtellt hat. Sie „ſehen, ich weiß Alles, was Sie rechtfertigen „kann. Lebewohl. Ich kann die Feder nicht „mehr halten. Lebewohl bis in die Ewigkeit.“ Julien hatte kaum dieſen Brief durchge⸗ leſen, als ſein Kopf wüſt und wirr wurde! Wie! Alice wäre es, die ſo viel für ihn ge⸗ than, die ſeinen Oheim gerettet, die ihm Alles geopfert; und dieſe gütige, himmliſche Frau iſt es, die ich jetzt im Begriff ſtehe, zu verrathen? Es warf ſich Adelaidens Tod vor, das ganze Un⸗