Teil eines Werkes 
1.Theil (1826)
Entstehung
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verlangt wurde, eröffnete ſie ihn. Das ganze Geheimniß von Juliens neuer Leidenſchaft lag nun offen vor ihren Blicken. Die Ausdrücke der Liebe aus der Feder ihrer Nebenbuhlerin zerriſſen ihr armes Herz; es war ihr unmög⸗ lich eine Antwort zu geben, als glücklicher Weiſe ein Freund des Kranken hereintrat. Er ſchrieb, daß Julien ſich im Bette befand, und da er fühlte, daß die beiden Frauen ſich hier nicht⸗ begegnen dürften, fügte er hinzu, daß die Krank⸗ heit ſeines Freundes ihm nicht erlaubte, irgend Jemanden zu ſehen.

Eglantine verſuchte nicht, dieſe Verfügung zu verletzen; ſie begnügte ſich, zweimal des Tages hinzuſchicken, um nach dem Befinden des Geliebten zu fragen; und Madame de Falkland fand einigen Troſt in dem Gedanken, daß ſie ihn allein pflege, und daß er ihrer Sorge viel⸗ leicht das Leben zu verdanken habe.

Ddie Krankheit dauerte länger als einen Monat; während dieſer Zeit wurde der Prozeß in der höchſten Juſtanz eiitſchieden; Alice hatte ihre