Teil eines Werkes 
1.Theil (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

☛ 158

Inbrunſt, die nur der volle Beſitz ſeiner neuen Liebe befriedigen konnte, verzehrte.

Eines Tages, als ſie ihm tauſend Gunſtbe⸗ 3

zeigungen geſtattet, war er unerſättlich.„Sie

lieben mich alſo?“ fragte ſie.

„Wie?“““ rief er beſtürzt.„„Sehen

Sie denn nicht, daß ich keinen andern Gedanken

habe als Sie?

„Nein! Sie lieben mich nicht!“ verſetzte ſie, ſich ſeinen Armen entziehend;„eine andre Liebe wohnt noch in Ihrem Herzen.“

„„Ach! ich fuhl⸗ nur zu ſehr, daß ig nur

. Sie liebe!“

„Wohlan! wenn Sie mich lieben,“ fuhr ſie fort,„müſſen Sie jeder andern Neigung entſagen. Sie wiſſen, wie theuer Sie mir ſind, ich habe Ihnen Alles gegeben, ein Ge⸗ ſchenk ausgenommen, das mich in Ihren Au⸗ gen entehren würde. Nur als Ihre Gattin werde ich in Zukunft Ihrer Liebe nicht wider⸗ ſtehen.“ 3

Julien, in der Verworrenheit ſeiner Seele,

4₰