Teil eines Werkes 
1.Theil (1826)
Entstehung
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nur erkünſtelte Phraſen ſtanden ihm zu Gebote; es ſchien, als wäre ſeine Feder eingetrocknet.

Vielleicht würde er ſich wieder aufgerich⸗ tet haben, hätte er der treuen Freundin die Verirrungen dieſes Abends aufrichtig geſtanden. Verſtellung führt immer neue Fehler herbei.

Nach einem langen inneren Kampf glaubte Julien ſich indeſſen ruhiger, weil er überwäl⸗ tigt war; beim Anbruch des Tages ſchlief er endlich ein. Seine Träume zeigten ihm dun⸗ kel und verworren die zwei Frauen, die er ge⸗ liebt hatte, und die, welche er wider ſeinen Wil⸗ len zu lieben begann. Er hatte während des Balles von Jemand gehört, daß Eglantine den folgenden Abend die Oper beſuchen wollte, und ſogleich beſtimmt, ſie dort wieder ſehen zu wol⸗ len. Er ging aber nicht hin, und ſah drei Tage hindurch keinen ſeiner Freunde.

Den vierten Tag aber empfing er ein Bil⸗ let von ihr, die ſchon ſeine Vernunft beſiegt. Die Reihe war an ihr, einen Ball zu geben; ſie erſuchte ihn, daſelbſt zu erſcheinen. Die

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