Teil eines Werkes 
1.Theil (1826)
Entstehung
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(Erſt um Mitternacht öffnete Madame de Nercé die Augen wieder, allein ſie war ohne Beſinnung und redete irre. Guſtav, in ſei⸗ ner Verzweiflung, ſprach zu ihr, rief ſie ver⸗ gebens; er bedeckte ſie mit Küſſen und Thrä⸗ nen. Bleich, unbeweglich ſtarrte ſie ihn an

und erkannte ihn nicht. Der Sohn, vor ihr

niederkniend, legte ſeine Hände auf ihr Herz, er rief ſie mit den zärtlichſten Namen, er zog ſie leiſe gegen ſich nieder; die Arme der Mut⸗ ter ſtießen ihn nicht zurück, aber ſie öffneten ſich auch nicht, um ihn zu empfangen, ſie drückten ihn nicht an das Herz, das von Liebe zu ihm ſonſt überquoll.

Die hergeholten Aerzte erklärten, daß die Krankheit höchſt beunruhigend ſei, und daß die übergroße Schwäche der Gräfin ihnen alle Hoffnung, ſie zu erdetten, benähme. In der That ſchienen die wilden Phantaſien ihre letzten Kräfte ganz auszuleeren; der Schimmer von Leben, das ſie noch aufrecht hielt, rührte nur

von dem Fieber, das ſie aufrieb, her. So ver⸗