Teil eines Werkes 
1.Theil (1826)
Entstehung
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die unwillkürliche Geringſchätzung, die ſich un⸗ verkennbar in ſeinem Zuge bei dem Anblick ei⸗ ner unſchönen Frau malte, als eine Ungerech⸗ tigkeit vor, die er gewiß nur einzuſehen brauch⸗ te, um ſie wieder gut zu machen.

Kurz hernach wurde die Gräfin zu einem abendlichen Feſte eingeladen, das Herr de Adel⸗ mar bei Gelegenheit der Herſtellung ſeiner Tochter gab, deren Zuſtand mehrere Tage hin⸗ durch ſehr beunruhigend geweſen war. Ma⸗ dame de Nercé hatte augenblicklich zugeſagt; ihr mütterliches Herz ahnete ſogleich, daß Gu⸗ ſtav der Held des Feſtes ſeyn würde, und ſchon in voraus klopfte es ſtärker vor Stolz und Freude; der Graf indeſſen äußerte eine lebhafte Abneigung, ein Haus zu beſuchen, wo die Sehnſucht ihn zu ſehen mit einer Art von Gepränge kundgegeben wurde. Er ſcheuete die lauten Bezeigungen des Dankes und den Ausdruck einer Erkenntlichkeit, deren. Wärme ihm unverdient vorkam, weil er nicht begreifen konnte, daß eine ſo einfache, ſo natürliche That

Lebewogl. I. Thl. 3