Feuſter und Thüren, ohne Quermauer 2 fiel der Meiſter, wie über Krespel's Wahnſinn erſchrocken, ein.„So wie ich Ihnen es ſage, beſter Mann,“ er⸗ wiederte Krespel ſehr ruhig,„das Uebrige wird ſich alles finden.“ Nur das Verſprechen reicher Be⸗ lohnung konnte den Meiſter bewegen, den unſinni⸗ gen Bau zu unternehmen; aber nie iſt einer luſtiger geführt worden, denn unter beſtändigem Lachen der Arbeiter, die die Arbeitsſtätte nie verließen, da es Speis und Trank vollauf gab, ſtiegen die vier Mau⸗ ern unglaublich ſchnell in die Höhe, bis eines Tages Krespel rief:„Halt Da ſchwieg Kell' und Ham⸗ mer, die Arbeiter ſtiegen von den Gerüſten herab, und indem ſie den Krespel im Kreiſe umgaben, ſprach es aus jedem lachenden Geſicht: Aber wie nun weiter? —„Platz!“ rief Krespel, lief nach einem Ende des Gartens, und ſchritt dann langſam auf ſein Viereck los, dicht an der Mauer ſchüttelte er un⸗ willig den Kopf, lief nach dem andern Ende des Gartens, ſchritt wieder auf das Viereck los, und machte es wie zuvor. Noch einige Male wieder⸗ holte er das Spiel, bis er endlich, mit der ſpitzen Naſe hart an die Mauer angelaufen, laut ſchrie: „Heran, heran ihr Leute, ſchlagt mir die Thür ein, hier ſchlagt mir eine Thür ein!— Er gab Länge und Breite genau nach Fuß und Zoll an, und es geſchah wie er geboten. Nun ſchritt er hinein in das Haus, und lächelte wohlgefällig, als der Mei⸗
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