den Platz dazu wollte der Fürſt nach Krespels Wahl ankaufen laſſen; das nahm Krespel indeſſen nicht an, vielmehr blieb er dabei, daß das Haus in ſei⸗ nem vor dem Thor in der ſchönſten Gegend belegenen Garten erbaut werden ſolle. Nun kaufte er alle nur mögliche Materialien zuſammen und ließ ſie hinausfahren; dann ſah man ihn, wie er Tage lang in ſeinem ſonderbaren Kleide(das er übrigens ſelbſt angefertigt nach beſtimmten eigenen Prinzipien) den Kalk löſchte, den Sand ſiebte, die Mauerſteine in regelmäßige Haufen aufſetzte u. ſ. w. Mit ir⸗ gend einem Baumeiſter hatte er nicht geſprochen, an irgend einen Riß nicht gedacht. An einem guten Tage ging er indeſſen zu einem tüchtigen Mauer⸗ meiſter in H— und bat ihn, ſich Morgen bei An⸗ bruch des Tages mit ſämmtlichen Geſellen und Bur⸗ ſchen, vielen Handlangern u. ſ. w. in dem Garten einzufinden, und ſein Haus zu bauen. Der Bau⸗ meiſter fragte natürlicher Weiſe nach dem Bauriß, und erſtaunte nicht wenig, als Krespel erwiederte, es bedürfe deſſen gar nicht, und es werde ſich ſchon alles wie es ſeyn ſolle, fügen. Als der Meiſter anderen Morgens mit ſeinen Leuten an Ort und Stelle kam, fand er einen im regelmäßigen Viereck gezogenen Graben, und Krespel ſprach:„Hier ſoll das Fundament meines Hauſes gelegt werden, und dann bitte ich die vier Manern ſo lange hinaufzu⸗ führen, bis ich ſage,„nun iſt's hoch genug.“„Ohne
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