Teil eines Werkes 
3. (1858) Die Erben / von Max Ring
Entstehung
Einzelbild herunterladen

219

ſich nicht weiter viel darum, indem er zu der Ueberzeugung gekommen iſt, daß das Geld ihn nicht glücklicher machen kann, als er ſich gegenwärtig fühlt. Deſto mehr iſt der Aſſeſ⸗ ſer auf den Ausgang begierig, um ſein vorgeſchoſſenes Geld mit reichlichen Zinſen wieder zu erhalten. Wenn Bauer an ſeine Verirrungen und die ihm auferlegten Prü⸗ fungen zurückdenkt, ſo faltet er wohl dankbar mit einem Blicke zum Himmel die Hände.

Der Droben, ſagt er mit inniger Rührung,hat noch Alles wohl gefügt. Er weiß am Beſten, was dem Menſchen frommt. Gott bewahre mich und uns Alle vor jeder ferneren Verſuchung.

Amen! ſetzt Frau Bauer mit einem Seufzer hinzu. Wenn wir aber doch den Prozeß noch gewinnen ſollten?

Dann baue ich ein großes Krankenhaus und gründe eine Unterſtützungskaſſe für hülfsbedürftige Bürger, wie ich es Gott verſprochen habe. Ich wünſche aber, daß der Staat das Geld bekäme und überhaupt ſollten alle derar⸗ tigen, großen Hinterlaſſenſchaften, wo keine nächſten Anver⸗ wandten vorhanden ſind, an den Fiskus zurückfallen, der damit wohlthätige Anſtalten ausſtatten und in's Leben rufen mag..

Es iſt aber doch ſchön, wenn man eine halbe Mil⸗ lion beſitzt, meinte die Alte.

Aber beſſer, wenn man geſunde Glieder, einen frohen