öffnete ihm die Augen und riß ihn aus ſeiner Verblen⸗ dung; er ſah es, furchtbar erſchüttert, daß er mit all den Seinigen auf dieſem Wege dem Verderben entgegen ging. Dieſe Wahrheit ſtand vor ihm in gräßlicher Geſtalt; die ſchreckliche Lehre drängte ſich ihm auf, daß die Sucht der heutigen Welt nach Geld und materiellem Genuß dem Ein⸗ zelnen wie der Geſammtheit zum Verderben gereiche; denn ein böſer Dämon ſchlummert im Reichthum und der Mammon wird gewöhnlich nur um einen theuren Preis erworben.
„Verwünſchtes Geld, verwünſchte Erbſchaft!“ mur⸗ melte der Kaſſenbote.„Ol hätte ich nie das unglückliche Zeitungsblatt geſehen und nie die Schwelle des Schwagers überſchritten!“
Nun kam die Reue, die Begleiterin der Schuld, na⸗ gend, brennend, reißend mit ihren grimmigen Klauen, der Vampyr, welcher ſich von unſerem Herzblut nährt und das Mark unſerer Knochen mit gieriger Zunge ſchlürft. Wie ein ſchwarzer Schatten folgte ſie dem Unglücklichen, ihren Hohn ihm leiſe in's Ohr flüſternd, mit unfruchtbaren Vor⸗ würfen ihn belaſtend. Aber auch die unterdrückte Willens⸗ kraft begann ſich wieder zu regen und in dieſer Stunde des Jammers reiften allerlei wohlthätige Gedanken und Ent⸗ ſchlüſſe, wenn auch vorläufig noch unbewußt und unklar;
wie auf den rauchenden Trümmern ſeines Hauſes der


