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glichen, nur mit dem Unterſchiede, daß die ältere Marie dunkle Haare und blaue Augen, die jüngere Auguſte helle Locken und dunkle Augen hatte. Beide waren gar lieblich anzuſchauen, wie ſie jetzt einherſprangen und Alles thaten, was ſie dem Vater abſehn konnten. Dann kamen die drei Pagen, wirklich luſtige Pagen, ſchlank gewachſen und voll Muthwillen, wenn ſie ſich nicht beobachtet ſahen, ſonſt aber gutmüthig und voll Reſpekt, muntere Burſchen, denen der Uebermuth aus den dunkeln, feurigen Augen blitzte. Das war die Dienerſchaft des Kaſſenboten, um die ihn ſelbſt ein Fürſt beneiden konnte und die ihm keinen Heller koſtete, ſondern im Gegentheil noch Geld einbrachte. Die Kinder waren aufgewachſen in der Furcht des Herrn und in guter elterlicher Zucht. Auf einen Schlag oder einen Katzenkopf kam es bei der Erziehung nicht an, denn ſowohl Meiſter Bauer wie ſeine Frau richteten ſich in dieſer Beziehung weit mehr nach den Sprüchen Salomon's, als nach den neueſten pädagogiſchen Theorien, welche die Kinder wie ungeſchälte Eier zu behandeln rathen. Der Kaſſen⸗ bote hatte von ſeinem ſeligen Vater manchen Hieb be⸗ kommen, den er jetzt ſeinen Jungen mit Zinſen wieder⸗ gab. Das war ſeine Logik: hat es mir nichts geſchadet, ſo wird es den Kindern auch nichts ſchaden und wenn der Baum grade wachſen ſoll, ſo muß er mit dem Stock groß gezogen werden; trotzdem liebte er die


