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abgezogener Mütze und verbeugte ſich, als die Herrſchaften vorübergingen, faſt bis zur Erde, er, der ſonſt kaum dankte, wenn man ihn grüßte. Im Vorderhauſe ſtand aber ein junges Mädchen auf der Treppe, von dem Auflauf herbei⸗ gelockt. Es war Lieschen, aber ſie ſah ganz anders aus, wie früher; ſie ſchien größer und auch viel ernſter ge⸗ worden zu ſein. Das Unglück, welches ihre Mutter ge⸗ troffen, hatte ſie wunderbar gereift, und doch war ſie noch immer nur ein Kind, aber wunderbar entwickelt und ganz anders wie ſonſt. Und als Wilhelm ſie erblickte, da ſtürmte er die Treppe hinauf, ſchneller wie der Wind und zog ſie mit ſich fort, ſie mochte wollen oder nicht.
„Komm doch,“ ſagte er zu ſeiner kleinen Freundin. „Ich will Dir meine neue Mutter zeigen.“
„Wer iſt das Kind?“ fragte die Gräfin, die erröthen⸗ den Wangen des lieblichen Mädchens ſtreichelnd.
„Das iſt ja Lieschen,“ antwortete er, als müßte das Jedermann wiſſen.
„Wenn ich nicht irre, die Tochter der Baronin von Freiſtadt,“ flüſterte Herr von der Lahr bewegt.
Die Gräfin neigte ſich mitleidig zu der ſchüchternen Kleinen und drückte einen mütterlichen Kuß auf die reine, ſchuldloſe Stirn. Wilhelm aber berichtete in aller Schnel⸗ ligkeit, wie lieb und theuer ihm Lieschen ſei und welche innige Freundſchaft zwiſchen ihm und ihr von Jugend auf
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