Teil eines Werkes 
2. (1858) Der Waisenknabe / von Max Ring
Entstehung
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ihm, ſich dieſe Subſtanzen einzeln anzuſchaffen und der heutige Abend war zur Darſtellung dieſes keineswegs un⸗ gefährlichen Schauſpiels beſtimmt. Deshalb fanden ſchon am frühen Morgen mehrere Conferenzen ſtatt, die durch den langen Heinrich aber leider belauſcht wurden.

Wenn ich nicht mit dabei ſein kann, bemerkte die⸗ ſer, plötzlich hervortretend,ſo ſag' ich Alles dem Vater.

Und wenn Du nur ein Wort redeſt, entgegnete Wilhelm,ſo ſchlage ich Dich, daß Du windelweich wirſt.

Dabei ballte er die Fäuſte und machte bereits die Miene, als ob er ſeine Drohung ſogleich ausführen wollte. Daran hinderte ihn indeß Lieschen mit mehr Beſonnen⸗ heit, als man ihr bei ihrem zarten Alter zutrauen durfte.

Es iſt beſſer, ſagte die angehende Diplomatin, daß der Heinrich mit dabei iſt, denn wenn er wieder ſei⸗ nem Vater klatſcht, ſo wird aus der ganzen Geſchichte nichts.

Aber er muß uns verſprechen, meinte Wilhelm, daß er Niemand eine Sylbe ſagt.*

Ja, Heinrich, das mußt Du thun, fügte ſie mit großem Ernſt hinzu.

Gewiß! ich werde es keinem Menſchen verrathen, bekräftigte der lange Heinrich.

Das iſt nicht genug, antwortete der junge Feuer⸗ werker, der bereits den hinterliſtigen Charakter ſeines Geg⸗