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dem Proletarier, ſchlichtweg Gaſſenjunge genannt, zu ver⸗ hindern; weder Bitten noch ſelbſt Drohungen halfen hier. Lieschen hörte mit ſcheinbarer Unterwürfigkeit die Straf⸗ predigt und die weiſen Lehren der gnädigen Frau Mutter an; verſprach Beſſerung und entſchlüpfte ſchon im nächſten Augenblicke, um mit Wilhelm zuſammenzutreffen. Der Junge mußte es ihr angethan haben, denn er brauchte nur zu winken, nur ſein gewohntes Lied zu pfeifen, huſch!
ſprang das Mädchen die Treppe herab und war an ſeiner
Seite. Man konnte wohl an einen Zauber denken, wenn man ſie dann Beide mit einander ſah, den kräftig braunen Knaben im Leinwandkittel und das zarte blonde Locken⸗ köpfchen, welches ſich an ihn anſchmiegte und nicht von ihm ließ.— An dem heutigen Tage handelte es ſich, wie es ſchien, um ein ganz beſonderes Unternehmen, denn unſer Pärchen hatte ſchon am frühen Morgen die Köpfe zuſam⸗ mengeſteckt und fortwährend heimlich mit einander zu ziſcheln gehabt. Die Sache wurde aber als ein großes Staatsgeheimniß behandelt, trotzdem hatte ſich ein Lauſcher eingefunden und zwar in der Perſon des langen Heinrich. Dieſer war der Sohn und zukünftige Erbe des reichen Hausbeſitzers und Rentiers Roſenberg, der in demſelben Hauſe wohnte. Lieschen konnte den mageren Schleicher nicht leiden, der ſich in ihre Spiele eindrängte und gewöhn⸗ lich mit Wilhelm Skandal anfing, wobei er jedoch meiſt


