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„Wagen Sie es, mich zurückzuhalten, wenn Sie den Muth beſitzen.“
Außer ſich über ihre Feſtigkeit, wollte Eſſling ſich auf Antonien mit erhobenen Armen losſtürzen, um ſie vielleicht zu mißhandeln; als er ſich plötzlich von der ſtarken Hand des Barons gefaßt fühlte. Der Rauſch, von welchem dieſer befallen war, hatte vor der Gewalt der Ereigniſſe weichen müſſen und mit dem klareren Bewußtſein kehrte ihm auch die urſprünglich edlere Geſinnung wieder. Mit den Weindünſten wichen auch die böſen Geiſter und der Edelmann regte ſich in ihm. Ueber ſeine eigene Handlungs⸗ weiſe tief beſchämt und voll Reue, empörte ihn um ſo mehr Eſſling's Abſicht, dem wehrloſen Weibe mit aufge⸗ hobener Fauſt zu drohen.
„Zurück!“ ſchrie er dem wüthenden Eſſling entgegen. „Ihre Frau ſteht unter meinem Schutz. Wehe Ihnen! Wenn Sie ſie nur mit einem Finger zu berühren wagen. Sie haben uns Beide hintergangen.“
Ohnmächtig knirſchte der Feigling mit den Zähnen, da er nicht den Muth beſaß, einem Manne entgegen zu treten.
„Fürchten Sie nichts!“ ſetzte jetzt der Baron zu Antonien gewendet hinzu.„Ich gebe Ihnen mein Ehren⸗ wort, daß ich Ihr Vertrauen, um das ich mit Beſchämung


