Teil eines Werkes 
1. (1858) Die Geschiedene / von Max Ring
Entstehung
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Das Geſchäft läßt ſich hören und wenn es zu Stande kommt, ſoll es Ihnen auch nicht an einer guten Proviſion fehlen.

Daran habe ich wirklich nicht gedacht.

Aber ich. Umſonſt iſt der Tod und die Sache liegt mir mehr am Herzen, wie Sie glauben. Sondiren Sie das Terrain und ich will meinen Sohn vornehmen. Das tolle Junggeſellenleben muß ein Ende nehmen; er ruinirt ſich und kommt noch um ſeinen ganzen Credit.

So gab Antonien's Erſcheinung vielfach die Veran⸗ laſſung zu ähnlichen Geſprächen und Spekulationen. Da waren junge Kaufleute, welche gern die Schwiegerſöhne des wohlhabenden Brandeis geworden wären; Väter und Mütter, die für ihre Söhne eine Frau aus angeſehener Familie ſuchten; Juriſten und Doctoren der Medicin, welche durch eine Verbindung mit der reichen Kaufmanns⸗ welt den zweifelhaften Zuſtand ihrer Finanzen zu ver⸗ beſſern und zu heben wünſchten. Sie Alle ließen ſich dem ſchönen Mädchen vorſtellen und überhäuften ſie mit Schmei⸗ cheleien und waren glücklich, wenn ſie noch einen Tanz von ihr zugeſagt erhielten. Das elegante Ballbuch faßte kaum mehr die Namen der Eingeſchriebenen. Sie hatte nur eine einzige Quadrille übrig und der Ball war noch gar nicht angegangen, Welch' ein Triumph und wie freute ſie ſich über dieſen glücklichen Erfolg, trotzdem ſie gar nicht über⸗