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Fleiß, durch Unermüdlichkeit ein bedeutendes Vermögen erworben. Deshalb erhält das Geld in ihren Augen einen hohen Werth; es iſt gleichſam die Verkörperung ihres Strebens, das Reſultat ihrer Thätigkeit, ihrer Jahre langen Anſtrengungen. Es giebt ihnen Anſehn, Macht, Credit; in runden Zahlen drückt es den ganzen Inhalt ihres Daſeins aus. Man ſagt von einem ſolchen Kauf⸗ mann, daß er ſo und ſo viel tauſend Thaler werth ſei. Kein Wunder daher, wenn ſie ein beſonderes Gewicht auf ihren Reichthum legen, das Geld lieben und über Alles ſchätzen. Ein ähnliches Gefühl beſeelt die meiſten Glieder einer ſolchen Familie. Die Söhne kommen früh auf das Comptoir des Vaters und der Klang des Goldes ſchmeichelt ſich ſchon zeitig in ihr Ohr. In jungen Jahren wird ihnen die Macht deſſelben klar gemacht; ſie werden für ihr Wohl⸗ verhalten damit belohnt; ein gutes Schulzeugniß erhalten ſie bezahlt, für ordentliches Betragen kommt ein Geldſtück, oder eine ſeltene Schaumünze in ihre Sparbüchſe. Auch die Töchter nehmen unwillkürlich an dieſem allgemeinen Verlangen Theil; ſie hören wie die Mutter mit dem Vater das wachſende Vermögen beſpricht, von großen Summen redet; ſie lernen die unzähligen Genüſſe kennen, welche das Geld verſchafft. So entwickelt ſich oft in zarter Jugend bei ihnen ein deutlich ausgeſprochener Zahlenſinn und wenn ſie auch wie alle andern Mädchen aufwachſen, eine ſorg⸗


