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den Tannen und Fichten weichen, welche ſich ſchon von Weitem durch ihren harzigen Duft verkuͤndeten.
Der Schafberg mit ſeiner ſeltſamen Geſtalt ſchien bereits ſo nahe zu liegen, daß man ihn mit Haͤnden zu greifen glaubte, und dennoch war noch ein langer und ſchwieriger Weg zuruͤckzulegen.
Die Traͤger machten immer haͤufiger Raſt. Adol⸗ phinen dauerten die armen Leute. Um ihnen ihre Laſt zu erleichtern, entſchloß ſie ſich eine Weile zu gehn. Sie bat ſich den Alpenſtock des Fuͤhrers aus, der ihr ihn willig uͤberließ. Georg war ſogleich an ihrer Seite. Er hoffte, daß der guͤnſtige Augenblick gekommen ſei, um mit ihr allein zu ſprechen. Der Graf vereitelte indeß jeden derartigen Verſuch, in— dem er ihr ſeinen Arm anbot, den ſie jedoch nicht annahm unter dem Vorwand, daß der Alpenſtock ihr vollkommen genuͤge.
Faſt uͤber eine Stunde waren die Reiſenden bereits geſtiegen. Sie naͤherten ſich jetzt der hoͤheren Alpen— region. Hier bluͤhten Kraͤuter, die das flache Land nicht kennt, die rothe Alpenroſe, die oft wie eine roſige Wolke uͤber einem Felſen ſchwebte und das nackte Geſtein mit einem Purpurmantel deckte, der blaue Enzian und gelbe Primeln, welche in dieſer Hoͤhe einen eigenen metalliſchen Glanz erhalten, einen


