Teil eines Werkes 
Erster Theil (1855)
Entstehung
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— d 314—

den ſchillernden Wellen zitterten die goldenen Sonnen⸗ ſtrahlen, welche von ihnen zuruͤckgeworfen als tau⸗ ſend und aber tauſend zuckende Lichter druͤber tanzten. Das ſchimmerte und glaͤnzte, funkelte und leuchtete wie ein Feuerwerk, ſo daß das Auge ſchier geblendet wurde. Weiße Schwaͤne zogen langſam mit ihrem ſilbernen Gefieder durch die Fluth. Wenn ſie nieder⸗ tauchten und den ſchlanken Hals bewegten, blitzte es von farbigen Funken. Dazwiſchen fuhren groͤßere und kleinere Kaͤhne mit ſchwellendem Segel und lan— deten am jenſeitigen gruͤnen Ufer, das ſich wie ein ſmaragdener Rahmen um das lachende Gemaͤlde ſchlang. Bald verſchwand das liebliche Bild. Auf ſonnigem Pfade gelangte man zu einer kleinen Muͤhle, welche ein kleiner Gebirgsbach trieb. Ein rieſiger Birnbaum, der vor der Thuͤr ſtand, bot willkommenen Schatten. Die Traͤger ruhten von ihrem beſchwerlichen Geſchaͤfte aus und trockneten ſich die heiße Stirn. Nach kurzer Zeit brachen ſie wieder auf. Das jetzt ziemlich be⸗ ſchwerliche Steigen verhinderte jedes lebhafte Geſpraͤch. Die Sonne ſtand noch hoch und ihre Strahlen brann⸗ ten heiß. Von Zeit zu Zeit wehte ein kuͤhles Luͤft— chen vom See empor. Friſche Laubwaͤlder wechſelten mit kahlen Strecken. Je hoͤher aber die Reiſenden kamen, deſto mehr mußten die Buchen und Eichen