Teil eines Werkes 
Erster Theil (1855)
Entstehung
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in ſeiner Art. Bald erblickte man einen Abſchnitt des Sees blau wie Ultramarin, bald eine Klippe, welche ſich in ſeinen klaren Fluthen ſpiegelte. An dem einen Bogen ſah man ein reizendes Schloͤßchen in gothiſchem Geſchmack, das der Beſitzer von St. Wolf— gang auf einer vorſpringenden Landzunge erbaut, an dem andern Fenſter ſchimmerte der Falkenſtein mit der Einſiedelei des Heiligen und der Kreuzkapelle, welche rings von aufgehaͤuften Steinen umgeben iſt, von den Haͤnden der Pilger zuſammengetragen. Ein frommer Glaube knuͤpft ſich an ihr Werk. Nach der Sage wird ſogleich, wenn die hinlaͤngliche Anzahl Steine vorhanden ſind, ſich von ſelbſt an dieſer Stelle eine neue herrliche Kirche erheben, die keiner Menſch en⸗ haͤnde zu ihrem Bau bedarf.

In der Betrachtung dieſer Naturſchoͤnheiten wurde Adolphine durch die Ankunft Briolans unterbrochen,

der in Begleitung zweier Fremden ſich dem Freiherrn

naͤherte, um ſeine Geſellſchafter vorzuſtellen. Der eine war der Abt eines boͤhmiſchen Kloſters, ein Be⸗ kannter des Barons, der andere ein naher Verwand⸗ ter deſſelben, der muthmaßliche Erbe ſeiner Guter. Adolphinen war ein geywiſſer feierlicher Ernſt nicht entgangen, der ſich in den Zuͤgen des Barons aus⸗ ſprach. Er ſchien tief ergriffen als er ſich ihr naͤherte.