Teil eines Werkes 
Erster Theil (1855)
Entstehung
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ſuͤtzte ſich auf ſeinen Arm. Einen kurzen Augenblick ruhte ihre kleine Hand in ſeiner nervigten Rechten und ihr Geſicht beruͤhrte faſt das ſeinige.

— Ich muß Sie ſprechen und allein, noch heut, fuͤſterte ſie dem Ueberraſchten zu.

Ehe er ſich von ſeinem Erſtaunen erholen konnte, war ſie ſeinen Armen ſchon entſchluͤpft und lachte den Grafen aus, der langſam und reſignirt nachkam. Ihre kleine Liſt war gegluͤckt und ſie erwartete, daß der Faͤrbermeiſter im Laufe des Tages die Gelegen⸗ heit ſuchen und finden wuͤrde, ſich ihr unbeachtet zu naͤhern. Georg blieb in einiger Verlegenheit zuruͤck, er ahnte wohl, daß nur ein wichtiger Umſtand eine Dame wie Adolphine zu einem ſolchen Schritt ver⸗ leiten konnte. Da er kein Meiſter in der Verſtellungs⸗ kunſt war, ſo vermochte er kaum ſeine Unruhe zu verbergen. Er bewunderte um ſo mehr die weibliche Faſſung Adolphinens, welche vollkommen Herrin ihrer Mienen blieb und hoͤchſt aufmerkſam den unbedeuten⸗ den Reden des Grafen zu lauſchen ſchien.

Allmaͤlig war indeß der Huͤgel erſtiegen worden und ein Theil des Wolfgangſees breitete ſich vor ihren Blicken aus. Er zeigte einen ganz verſchiedenen Cha⸗ rakter als der von Hallſtadt. Waͤhrend dieſer duͤſter und melancholiſch rings von dunklen oͤden Felſen um⸗

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