Teil eines Werkes 
Erster Theil (1855)
Entstehung
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und dem Manne geknuͤpft, den ſie jetzt noch ſo gleich⸗ guͤltig und theilnahmlos anſchaute.

Der fluͤchtige Anblick des Wanderers war auch al⸗ lerdings nicht geeignet, einem noch dazu verwoͤhnten Maͤdchenauge irgend ein Intereſſe einzufloͤßen. We⸗ der ſeine Geſtalt, noch ſein Geſicht boten etwas Be⸗ ſonderes und Hervorragendes. Die einfache Toilette, welche wir bereits geſchildert haben, konnte ihm eben ſo wenig bei einer Dame zur Empfehlung dienen, die bisher immer nur gewohnt war, wenn auch nicht die vorzuͤglichſten, doch gewiß die am vortheilhafteſten ge⸗ kleideten Maͤnner des Tages in ihrer Naͤhe und Um⸗ gebung zu ſehn. Noch unangenehmer war der Ein⸗ druck, welchen der Fremde auf die uͤbrige Geſellſchaft hervorbrachte, die ihn faſt bis zur Unhoͤflichkeit vermied. Die Gegenwart eines Unbekannten, der noch dazu einer niederen Menſchenklaſſe anzugehoͤren ſchien, moͤg⸗ licher Weiſe aber doch auch fremde Sprachen verſtand, was eben jetzt nicht mehr zu den Seltenheiten gehoͤrt, legte den Anweſenden einen peinlichen Zwang auf und genirte die Unterhaltung.— Nur Graf Wenzel, der Onkel des„Loͤwen“, naͤherte ſich dem Verlaſſenen und zeigte ſich ihm von der herablaſſendſten Seite. Dafuͤr galt auch der alte, halb naͤrriſche Cavalier und Kam⸗ merherr fuͤr einen verkappten Demagogen und geheimen