Teil eines Werkes 
Erster Theil (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Denken Sie, Graf, wenn Sie der Retter meines Lebens wuͤrden! 4 In der That, es wuͤrde mich ſehr gluͤcklich ma⸗

chen, indeß

Was muß ich hoͤren? Sie bedenken ſich? Aus meinen Augen, ungetreuer Ritter, ungehorſamer Ka⸗ valier. Sehen Sie, ein Weib beſchaͤmt euch Alle.

Mit dieſen Worten eilte Adolphine uͤbermuͤthig lachend im raſchen Laufe nach dem Kahn. Che ſie noch der Graf erreichen und ſie unterſtuͤtzen konnte, ſprang ſie mit kecker Grazie in das Fahrzeug. Ihr Beiſpiel wirkte ermunternd auf die Uebrigen. Die Herren folg⸗ ten ihr ſogleich, zoͤgernd und mit einer gewiſſen Aengſt⸗ lichkeit endlich auch die anweſenden Damen. Den Beſchluß bildete Herr von Buſch, der galant der nicht mehr ganz jungen, aber noch immer verfuͤhreriſchen Baronin von Starenberg ſeinen Arm beim Einſteigen bot. In den Mienen ſeiner Freundin, denn nur als ſolche galt die ſchoͤne Wittwe vor der Welt, las er deutlich die Unzufriedenheit mit dem Benehmen Adol⸗ phinens. Der zaͤrtliche Liebhaber und ſchwache Vater begnuͤgte ſich nur leiſe mit den Achſeln zu zucken und gleichſam die Baronin ſtillſchweigend um Entſchuldi⸗ gung zu bitten.

Als der alte Nazzi oder Ignaz die Herrſchaften