— 4 8—
zwar ungeſuchten aber eleganten Toiletten, die har⸗ renden Diener in goldſtrotzender Livree und die praͤch⸗ tigen Wiener Equipagen mit manchem alten aber auch neuen Wappen verſehn. Im Mittelpunkt dieſer Geſellſchaft ſtand ein ſeltſames Paar. Ein kleiner unterſetzter Mann von ungefaͤhr ſechzig Jahren fuͤhrte an ſeinem Arme eine junge Dame von uͤberraſchender Schoͤnheit. Beide bildeten faſt einen laͤcherlichen Con— traſt. Waͤhrend Er an eine wohlgelungene Karrika⸗ tur des trefflichen Punch erinnerte, glich das junge Maͤdchen einer antiken Statue verlaſſen, um unter den gewoͤhnlic morſchoͤn und marmorkalt zu wandeln. ſchien eher ein alter verliebter Geck zu ſein, der eifer⸗ ſuͤchtig ſeinen Schatz behuͤtet, als der Vater dieſer rei⸗ zenden Tochter, der er wirklich war. Boͤſe Zungen freilich zogen dieſe Verwandtſchaft ſtark in Zweifel und ſchrieben die aͤcht ariſtokratiſche Schoͤnheit Adol⸗ phinens den haͤufigen Beſuchen einer bekannten fuͤrſt⸗ lichen Perſon zu, welche in dem Hauſe des Herrn von Buſch und beſonders von Seiten ſeiner indeß verſtor⸗ benen Gemahlin ſtets eine außerordentliche Aufnahme genoſſen hatte. Durch die Verbindung mit dieſem ein⸗
tßreichen Beſchuͤtzer hatte Herr von Buſch ſich von einem unbedeutenden Lieferanten zu einem der groͤß⸗


