Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
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Ich war auf Ihren Widerſpruch gefaßt; aber Nichts kann mich wankend machen. Eine innere Stimme giebt mir Recht. Ich habe ſie nur allzulange uͤberhoͤrt. Jetzt will ich ihr Folge leiſten, entſtehe auch daraus, was da immer wolle. Ich habe Al les reiflich uͤberlegt. Glauben Sie, daß ich mich hinlaͤnglich gepruͤft habe, ehe ich dieſen verhaͤngniß⸗ vollen Schritt gethan. Ich folge keiner augenblick lichen Laune mehr, ſondern einer wahren Nothwen⸗ digkeit. Wer wie ich die Faͤulniß der Geſellſchaft kennen gelernt, die allgemeine Aufloͤſung und Zerruͤt tung an ſich ſelbſt erfahren hat, fuͤr den giebt es nur ein Heil, eine Rettung, wenn er ſich gewaltſam aus dieſen Kreiſen losreißt, einer kranken Atmoſphaͤre ent⸗ flieht, um in einer reineren und geſuͤnderen Luft zu leben. O! koͤnnte ich das ausſprechen, was mich in dieſem Augenblick ſo ganz erfuͤllt! Es bereiten ſich neue, wunderbare Revolutionen vor, nicht politiſcher Natur, ſondern rein menſchliche Umwandlungen. Die arme Menſchheit ringt zum zweiten Male nach einer Wiedergeburt, nach ihrer Erloͤſung. Durch Stuͤrme und Kaͤmpfe vielleicht der furchtbarſten Art wird ſie dahin

gelangen. Dieſelbe Sehnſucht, von welcher wir die

Geſammtheit jetzt ergriffen ſehn, thut ſich in einzel⸗ nen Perſonen beſonders kund. So erging es mir.