Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

—d 298—

fuͤr moͤglich hielt, war dem Fleiße und dem wiſſen— ſchaftlichen Eifer in Verbindung mit der praktiſchen Erfahrung gegluͤckt. Er beugte ſich vor der hoͤheren Intelligenz und erkannte willig und von ganzem Her⸗ zen den Vorzug ſeines Meiſters an.

— Das Garn iſt aͤcht gefaͤrbt, ſo wahr ich lebe, ſagte er treuherzig.

Georg reichte dem Geſellen ſeine Hand und dankte ihm fuͤr die bewieſene Ausdauer und die Sorgfalt, mit der ihn Karl bei ſeiner muͤhevollen Arbeit unter⸗ ſtutzt hatte.

— Auch Du ſollſt die Fruͤchte meiner Entdeckung mit genießen, fuͤgte er hinzu. Du haſt mir redlich bei meinem Werke geholfen und mich unterſtuͤtzt. Ohne Dich waͤre ich nicht ſo weit gekommen. So⸗ bald ich erſt die noͤthigen Einrichtungen fuͤr dieſen neuen Gewerbezweig getroffen habe, werde ich Dir die bisherige Faͤrberei ganz allein uͤberlaſſen. Natuͤr⸗ lich hoͤrt dann Dein Verhaͤltniß als Geſelle auf, Du trittſt als Freund, als Compagnon in mein Geſchaͤft unter Bedingungen, die wir ie gemeinſchafilid noch feſt⸗ ſtellen wollen.

Karl ſtarrte ſeinen Meiſte ſprachlos an. Sein Auge fuͤllte ſich mit Thraͤnen.