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Die Mutter entfernte ſich, um das Abendbrod zu bereiten und Ernſtinen in der Kuͤche zu unterſtuͤtzen. Georg blieb allein zuruͤck in der eigenthuͤmlichen Stim⸗ mung eines Reiſenden, der nach laͤngerer Abweſenheit in die Heimath wiederkehrt und deſſen Geiſt noch. in fremden Gegenden und Umgebungen verweilt. In ſeiner Seele zitterten noch die juͤngſten Erlebniſſe und Eindruͤcke nach. Ein Bild tauchte ſtets von Neuem her⸗ vor und trotz aller Anſtrengungen, es zu verdraͤngen, wurde die Erinnerung daran nur immer lebendiger. Vergebens kaͤmpfte er mit Vernunftgruͤnden gegen eine Leidenſchaft, deren Thorheit und Hoffnungsloſig— keit er nur zu gut erkannte. Selbſt dieſer Streit gab ſeiner Neigung nur neue Nahrung. Er empfand ein ſchmerzliches Vergnuͤgen an dieſer Art von Selbſt⸗ peinigung. Wenigſtens durfte er dabei an Sie den⸗
ken. Das letzte Geſpraͤch mit Adolphinen auf hoher
Alpe unter dem klaren Sternenhimmel hatte uͤber ſein Geſchick entſchieden.
— Ja wohl hat die Mutter Recht, ſeufzte er jetzt im Stillen. Auch ich habe nicht ſtraflos die holde Zauberin geſehn. Armer Ferdinand! Und doch iſt er weniger zu beklagen als ich. Solche Naturen, wie er, ſind leicht erregt und leicht erſchoͤpft. Seine Raſerei wird hoffentlich bald voruͤber ſein. Wer noch


