Teil eines Werkes 
4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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legen, ſagte Van Huysman, indem er den Strick mit dem er begürtet war, aufzog.Ich vergebe meinen Feinden; aber ſie zwangen mich, dies zum Erſcheinen vor dem Gerichtshof anzuziehen, um ein deſto tödtli⸗ cheres Vorurtheil zu erregen. Bruder, ich will Euch nicht lange aufhalten.

Sch bin in keiner Eile, Herr, ſagte Jack Ketch, höflich.Aber ich hoffe, Ihr werdet mich bedenken. Es iſt eine harte Arbeit, und ich weiß ein paar Vor⸗ theile, den Tod eines Gentlemans leichter zu machen.

Ich habe jederzeit meine Schulden bezahlt und bin überzeugt, Niemand verdiente jemals mehr von meinen Händen eine Belohnung, als Ihr heute, mein Freund, ſagte Van Huysman mit einem Lächeln und legte ihm mehrere Goldſtücke in die Hand.

Je nun, Herr, obgleich ich mich nicht ſelber loben ſollte, verſetzte der Mann, ſehr erweicht von dieſem Geſchenke.Ich beſtrebe mich immer, meine Pflicht zur Zufriedenheit aller Parteien zu thun und wenn die wohlwürdigen Herrn hier nichts dagegen haben, ſo will ich den Bolzen der Preſſe gerade über Eure fünfte Rippe legen. Ich ſtehe dafür, Ihr werdet nicht lange ſchlegeln.

Er half ſodann mit amtlichem Eifer dem Prie⸗ ſter den Mantel ablegen, den er, nachdem er ihn mit dem ſchlauen Auge eines Trödeljuden geprüft hatte, als ſeine Zugebühr zuſammenfaltete.

Mervyn ſtand von Schrecken verſteinert neben ſeinem verurtheilten Meiſter; ſelbſt die Menge umher war athemlos vor Erwartung und die Neugierde malte ſich in fürchterlichen Zügen auf dieſen abgezehrten, ſtieren Augen, offenen Mäulern.

Van Huysman fing an, ſeine Weſte aufzuknöpfen, als er auf einmal inne hielt und ſich gegen die Menge wandte, auf eine Weiſe, die ſie unwiderſtehlich zur Auf⸗ merkſamkeit zwang. 4

Brüder, ſprach er mit erſchütternder Feierlich⸗