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ten, kamen ſie zu einer ſteinernen Treppe, auf der ſie zum Preßhofe hinunterſtiegen. Es war ein ausge⸗ dehntes Viereck, deſſen Größe jedoch durch die hohen,
mit düſtern, vergitterten des Gefängniſſes beträchtl Seiten eingeengt wurde.
Fenſtern verſehenen Mauern ich geſchmälert und von allen Alle dieſe Fenſter waren mit
geſpenſterähnlich ausſehenden Weſen beſetzt, welche aus ihrer dumpfen Verzweiflung durch die Erwartung eines Schauſpiels aufgeweckt worden waren; einige
hielten ſich mit ihren ke
ttenbeladenen Händen an den
Kreuzſtangen in die Höhe. Der Hof war von einer vielartigen Menge von Gefangenen angefüllt, alle zer⸗ lumpt, ſchmutzig und viehiſch ausſehend von Krank⸗ heit und Verbrechen. Am Ende des Hofes, durch eine übergezogene Kette abgeſondert, befand ſich ein andere
Gruppe. Der Gefangenwärter hieß Mervyn ſeinen
Stand auf einem Steinb Schandpfahl geweſen zu
lock nehmen, welcher einſt ein ſein ſchien und von dem her⸗
unter er eine gute Ausſicht auf die Schau haben könne
— und er gehorchte mech
aniſch.
Einige Perſonen von der Gruppe gegenüber er⸗ kannte Mervyn ohne Beihülfe ſeines geſchwätzigen Ci⸗ cerone. Die zwei Sheriffe, Bethel und Corniſh waren
da, und eine Perſon, in muthete. Es war ein l Kerl, gekleidet in Lederho
der er den Scharfrichter ver⸗ anger, gefühllos ausſehender ſen und ein Wamms von un⸗
gegerbter Ochſenhaut, mit dem Haar nach außen.
Mervyn gieriges Auge ko
unte jedoch den in ſchrecklicher
Ungewißheit geſuchten Gegenſtand ſeines Suchens nicht entdecken; aber es war unzweifelhaft, daß etwas Un⸗ gewöhnliches im Werke ſei. Die Sheriffe flüſterten ge⸗
heimnißvoll mit einander gebürgerten Newgates he
, und unter den wilden Ein⸗ erſchte eine Stille, verhäng⸗
nißſchwer, wie das Schweigen der Wälder an einem Es war ein heller Morgen, aber blos ein blendend blaues, viereckigtes Stück Him⸗
wolkigten Nachmittage.
mel war von dem Hofe
aus zu ſehen, erleuchtet von


