Teil eines Werkes 
4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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verſprach, daß ſie in wenigen Tagen geheilt ſein werde. Mervyn war völlig erſchöpft von den erlittenen Be⸗ ſchwerden und legte ſich auf Chiffinchs Verlangen auf ein Ruhebette, wo er mehrere Stunden lang ununter⸗ brochen ſchlief und erfriſcht an Seele und Leib erwachte.

Chiffinch begrüßte ihn beim Erwachen mit ſehr befriedigenden Nachrichten. Ein Page des Herzogs von Monmouth war angekommen, um ihm von ſeinem Herrn den Befehl zu bringen, daß Mervyn in einem Schiffe, welches des Herzogs Gefolge und Stab nach Edinburg führte, noch an demſelben Abend abſegeln ſollte. Chiffinch erhielt den Auftrag, ihn mit allem Nöthigen, als Pferd und Waffen zu verſehen, und brachte ihm zum guten Anfang ſogleich einen vollſtän⸗ digen ſchönen aſchgrauen Anzug, geſtickt in glänzender Hofmanier. Nach einem wohlthätigen warmen Bade kleidete er ſich in dieſen und der alte Page pries ſein gutes Ausſehen und verſicherte ihn, daß wenn noch ein Glanz militäriſchen Unternehmens dazu komme, die Damen ihn unwiderſtehlich finden würden.

Sie gingen mit einander aus und richteten ihren Weg nach Lambeth, wo des Herzogs Waffenſchmied wohnte. Ein Stahlwamms mit Büffelleder gefüttert, carmoiſinrothe Beinkleider und ein mit Federn belade⸗ ner Helm bildeten ſeine Uniform, ein Schwert, große Piſtolen und eine zweiſchneidige Art waren ſeine Waf⸗ fen. Chiffinch war augenſcheinlich wohl mit Geld ver⸗ ſehen, denn er bezahlte Alles baar und nahm noch dazu eine hübſche Garderobe von Weißzeug und andern Be⸗ dürfniſſen heraus, wie ſie ſich für einen Dragoner⸗ Offizier ſchickte. Endlich übergab er ihm eine Börſe mit einigem Geld, um die Reiſekoſten zu ſeinem Re⸗ giment zu beſtreiten, ein Vorſchuß des Herzogs, wie er ſagte, auf ſeinen Sold.

Es ging gegen Mittag, und ſie waren auf ihrem Rückweg nach Whitehall begriffen, als ſie in einem Hof des Lambeth⸗Palaſtes einen Augenblick ſtill hielten,