Teil eines Werkes 
4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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Georg und dem Drachen ſpielte.„Ihr ſeid ein zwei⸗ ter Vater für uns, indem wir Euch das Leben ver⸗ danken— eigentlich noch mehr, da es nicht aus Zu⸗ fall, ſondern aus freiwilliger Güte geſchah.“

„Nach einem ſolchen Geſtändniſſe ſcheint es mir, daß auch das vorſichtigſte Geſetz die augenblickliche Weg⸗ ſchaffung eines ſolchen Böſewichts entſchuldigen würde!“ ſagte Oſſory leidenſchaftlich. 4

„Mein gütiger Lord,“ erwiederte Blood ruhig, „das Geſetz iſt hier nicht in Euren Händen, wie es in Irland der Fall war, da ich in dieſelben fiel. Ich verlange eine Unterſuchung, und alle mögen zittern, die eine Urſache haben, das zu fürchten, was ich kund ma⸗ chen kann!“ 3

Und ſein feuriges Auge ſchweifte ſchnell vom Kö⸗ nig auf Buckingham und Shaftesbury.

„Nun wohl, Herr, was könnt Ihr thun?“ ſagte Karl, biß ſich in die Unterlippe und affektirte, die kleine braune juwelenreiche Hand der Königin ſpiel⸗ weiſe vom Seſſel wegzuhätſcheln.

„Laßt das Geſetz ſein Schlimmſtes thun!“ verſetzte Blood;„ich erwarte ſeine ganze Strenge, und bin,

ohne mich viel um mein eigenes Loos zu kümmern,

bereit, deſſen Beſchlüſſe an mir ausführen zu ſehen. Aber die Sache kann Eurer Majeſtät nicht eben ſo gleichgültig ſein; denn ich gehöre einem Bunde der verzweifeltſten Verſchworenen an, die je exiſtirten und die alle durch Eid verpflichtet ſind, den Tod eines je⸗ den, der fallen könnte, in dem Blute aller zu rächen, die dazu behülflich waren; auf dieſes haben wir gegen⸗ ſeitig von unſerem Herzblut getrunken! Deshalb ſind nicht nur die Miniſter Eurer Majeſtät, ſondern Eure königliche Perſon ſelbſt in furchtbarer und gewiſſer Ge⸗ fahr. Wenn aber im Gegentheil der gnädige Thau Eures Erbarmens auf einige wenige fällt, ſo würde es die Herzen vieler rühren und eine goldene Erndte von Dankbarkeit erzeugen! Wir, die wir ſo verwegen