reichen Hauſes Mervyn war; und obgleich Oates einen glücklichen Grund für dieſes merkwürdige Ueberein⸗ treffen des Namens aufgefunden hatte, ſo genügte er dennoch unſerem träumeriſchen Helden keineswegs. Was konnten aber für Beziehungen ſtattfinden zwiſchen dem Sohn eines zu St. Omer hingerichteten Räubers und dem hohen gräflichen Hauſe, deſſen Thaten und Ruhm einen Theil der Geſchichte Englands ausmachen— des
alten, glorreichen Englands?
Er hatte Blood auf eine indirekte und, wie er damals dachte, ſehr ſinnreiche Weiſe über dieſes große Haus Aumerle befragt; und hörte nicht ohne Bewe⸗ gung, daß es ſeit vielen Jahren erloſchen ſei, indem der letzte Earl— derſelbe, der im Tower Selbſtmord begangen habe— ohne Nachkommen geſtorben ſei. Er drang auch ſehr ungeſtüm in Blood, ihm ſeines Vaters Namen zu ſagen, da er ja ſelbſt geſagt, daß er ihn wiſſe; aber der Oberſt verſicherte ihn, daß es, gewiſſer Gründe halber, nothwendig ſei, die Mittheilung des⸗ ſelben aufzuſchieben; und dies legte Mervyns Unge⸗ duld einen neuen, ſtarken Zwang auf.
Uebrigens behndel ihn der Oberſt mit vieler Güte; in der That mit mehr, als ſich von ſeiner rau⸗ hen Gemüthsart erwarten ließ. Er unterrichtete ihn mit Vergnügen im Gebrauche des Schwerts, worin er ſelbſt Meiſter war, und in andern Stücken, die ihm in ſeinem künftigen Berufe, dem eines Soldaten, wie er vorausſagte, nützlich ſein konnten. Er erzählte lange, aber unterhaltende Geſchichten aus ſeinen eigenen Feld⸗ zügen und von Cromwells Schlachten, an welchen er beinahe ſämmtlich Theil genommen hatte, und erman⸗ gelte nie bei der Rückkehr von ſeinen Ausflügen von den Neuigkeiten und Anekdoten, die über die Verſchwö⸗ rung im Umlauf waren, Bericht zu erſtatten.
Abſichtlich oder nicht, gewährten dieſe Mittheilun⸗ gen immer tiefere Blicke in Oates wahren Charakter und ſeine Beweggründe, die den unſchuldigen Schüler


