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daß ich— daß ich— Titus Oates, in Bälde ſo gut ein Dictator dieſer großen Nation ſein werde, als je⸗ mals Sylla über den römiſchen Staat war. In mei⸗ ner Hand wird das Gericht über Leben und Tod, Triumph oder Niederlage ſein. Ihr braucht mich blos zu unterſtützen, Kind, und Euer Glück iſt gemacht.“
Indem er ſeinem jungen Opfer Zeit ließ über dieſe ſeltſamen Prophezeiungen nachzudenken, machte ſich Oates in ein Chaos von verwirrten Winkelgaſſen und Nebengäßchen hinein, aus dem ſie bei St. Cle⸗ ments⸗Kirche am Strand herauskamen. Er ging eine kleine Strecke weiter und kam vor einer Silberarbeiters⸗ bude an, die eine dürftige Ausſtellung von glitzernden Waaren am ßenſter zeigte und ging ſogleich hinein. Ein großer, fetter, einfältig ausſehender Mann ſaß darin an der Arbeit, mit einem häßlichen, flaͤchnaſigen Lehrling, und eiſelirte einige Zierrathen für einen Fruchtkorb. Oates Eintritt machte, daß ſie beide auf⸗ blickten und des Meiſters Geſicht durchlief eine ſelt⸗ ſame Reihe von Veränderungen, von einer tiefen und offenbar unangenehmen Ueberraſchung zu einem erzwun⸗ genen Ausdruck des Vergnügens.
„Guter Himmel, Herr Oates? wer hätte das den⸗ ken ſollen?“ rief er aus und ſchloß nach der Sitte jener Zeit ſeinen Beſucher in eine brüderliche Umar⸗ mung. Auf dieſe folgte eine dringende Einladung in ſein kleines Hinterſtübchen, welche, begleitet von der Verſicherung, daß er gerade zum Mittageſſen gehe, ſich als unwiderſtehlich erwies.
„Nun, und wo ſeid Ihr ſo lange geweſen, ver⸗ geſſend alle Eure alten Freunde!“ ſagte der Silber⸗ arbeiter, nachdem er ſeine Gäſte auf ungeheuren eiche⸗ nen Stühlen bequem untergebracht hatte.
„O, unter den Jeſuiten, alle ihre abſcheulichen Praktiken an den Tag zu zerren— aber Ihr werdet bald mehr davon hören, Meiſter Prance,“ erwiederte Oates mit Bedeutung.


